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Zukunftsfähige
Bewirtschaftung von Streuobstwiesen
Der Bio-Streuobstverein
Elbtal e.V. wurde 2001 zur Förderung von Streuobstwiesen
gegründet.
Mitglieder haben die
Möglichkeit auf ihrer Brachfläche, Wiese oder
im Rahmen der Dorferneuerung bzw. Flurbereinigung oder
bei der Schaffung von Ausgleichsflächen eine Bio-Streuobstwiese
anzulegen, wobei der Verein Beratung und Unterstützung
bietet.
Brachland wird durch
die Anpflanzung alter Obstsorten neu belebt und die
Landschaft wird vielfältiger. Die Insektenwelt
findet ein reicheres Nahrungsangebot.
Vorhandene konventionell
bewirtschaftete Streuobstwiesen können über
den Verein zertifiziert werden, um Bio-Obst zu höheren
Preisen vermarkten zu können.
Eine Abnahmegarantie
durch die Firma Voelkel GmbH, Höhbeck, ermöglicht kurze Wege zur
Verarbeitung und stärkt die Region.

Der Bio-Streuobstverein
bietet Öffentlichkeitsarbeit, Informationen, Organisation
von Veranstaltungen, Einzelberatungen vor Ort und die Koordinierung
von Obstbaumbestellungen.
Wir beraten Sie in Fragen
von
Pflanzung, Pflege, Schnitt usw.
Es werden Informationsfahrten
durchgeführt und Vernetzungen geschaffen.
Der Verein
organisiert auch Sammeltransporte zur Obstabgabe bei
der Firma Voelkel.
Der Verein wurde bis
2005 durch
REGION AKTIV, eine Initiative des Bundesministeriums
für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
(BMVEL) gefördert.
Bio-Zertifizierung
und NAU-Förderung
Die erste Bio-Zertifizierung
der Mitgliederflächen erfolgte im März 2004
und wird seither jährlich durchgeführt. Kontrolliert wird durch die Firma Alicon Abcert,
die Erfahrungen mit ähnlichen Projekten in Hessen
und Bayern hat. Aus Kostengründen ist es sehr wichtig,
dass bei einer Kontrolle möglichst viele Betriebe
besichtigt werden.
Bei Interesse an einer
Zertifizierung, bitte beim Bio-Streuobstverein unter
05846-979049 oder bei Voelkel GmbH unter 05846-9500 melden.
Die Anmeldung erfolgt sofort, die Kontrolle ab einer
bestimmten Anzahl gemeldeter Flächen.
Als Grundlage für
die gemeinsame Zertifizierung der Mitgliederflächen
und der Gemeinschaftsmitgliedschaft im Bio-Streuobstverein
dienen ein Pacht- und ein Bewirtschaftungsvertrag mit
dem Verein. Der Verein pachtet offiziell die Streuobstwiese.
Er gibt die Bewirtschaftung aber wieder an den Eigentümer
ab.

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Route
der alten Obstsorten im Wendland
Seit 01.01.2005 war
der Bio-Streuobstverein Träger eines weiteren REGION
AKTIV geförderten Projektes, der "Straße
der alten Obstsorten". Traditionelle Wege sollen wiederbelebt
und für Rad- und Autotourismus attraktiv gemacht
werden. Es sollen Obstwiesenlehrpfade und Schauwiesen
entstehen, die der Umweltbildung und der Förderung
von Traditionsbewusstsein sowie regionaler Identität
dienen.
Das geplante Projekt ist sehr gut für Erlebnisurlaub
("Apfelsaft selbst gemacht") und kulinarische Entdeckungsreisen
("Urlaub beim Apfelwirt") geeignet.
In der Planungsphase
wurden folgende Punkte zur Realisierung der "Straße
der alten Obstsorten" bearbeitet:
- Routenplanung: Bestandserfassung
und Kartierung
- Feststellung der
Eigentumsverhältnisse: Kontaktaufnahme zu Ämtern,
Gemeinden, Privatbesitzern
- Planung der zukünftigen
Verknüpfungspunkte im Streckenverlauf: Schautafeln,
Schauwiesen, Restaurationen, Hofläden, etc.
- Festlegung der lokalen
Zentren der Streuobstregionen: Besucherzentren mit Tourismusführern,
Faltblättern u. ä.
- Öffentlichkeitsarbeit
Im
August 2008 hat der Landschaftspflegeverbandes Wendland-Elbetal
e.V. die Trägerschaft des Projekts „Straße der alten Obstsorten“
übernommen. Durch die enge Zusammenarbeit mit unserem Verein werden die
Ziele der ersten Phase bald erreicht sein.
Die
„Straße der Obstsorten“ wurde in „Route
der alten Obstsorten im Wendland“ umbenannt. Damit
soll zum Ausdruck kommen, dass es nicht darum geht, eine Straße
mit dem Auto eben mal „abzufahren“, sondern es sollen gezielt Teilstrecken zu Fuß,
mit dem Rad oder per Auto erkundet werden.
Gefördert
wird das Projekt vom Umweltministerium Niedersachsen über das
Programm „Natur erleben“, dem Naturpark
Elbufer-Drawehn, der Lottostiftung und der Firma Voelkel GmbH.
Im Sinne
der Ziele von „Natur erleben“ geht es darum
- die
Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft
erlebbar zu machen,
- den
natur- und landschaftsverträglichen Erholungswert von
Streuobstwiesen aufzuzeigen und
- den Naturschutz und dessen Akzeptanz zu
fördern.
Erfahrbar
wird das durch Aktionen wie die
gemeinsame Ausrichtung des großen 4.
Biostreuobsttages am 28.09.08 durch unseren Verein in
Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband, dem NABU, dem BUND,
der Kirchengemeinde Gartow und der Biospährenreservatsverwaltung.
Selbstverständlich
besteht bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit
der individuellen Beratung
und die Möglichkeit Bäume zu bestellen.

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Eine Aktion
zum Aufspüren
einer alten, lokalen
Birnensorte
in
Zusammenarbeit mit dem Pomologen Reinhard Heller:
Gesucht
wird
die Lenzener Burgbirne
Alter:
Der Mutterbaum wurde 1827 im Burggarten zu Lenzen an der
Elbe
vom damaligen Gräflich von Bernstorffschen Schlossgärtner
Laucher zu Gartow entdeckt, der die Sorte im heutigen
Dreiländereck
Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
verbreitete.
Eigenschaften
der Frucht:
Kreisel-
bis stumpf kegelförmig, grasgrüne Schale, die nur
selten
schwach gerötet ist, zahlreiche braune Schalenpunkte
sowie
Rostflecke, saftreiches und schmelzendes Fruchtfleisch
von
vortrefflichem angenehm gewürztem Geschmack
Besonderes
Merkmal:
Lang
zugespitzte, schwarzbraune Kerne, die mit einem
„Köpfchen“
versehen sind
Reifezeit:
Zuletzt
nachgewiesen:
Die
Sorte wurde nachweislich noch 1910 von der Baumschule
Gottlob
Schröter in Salzwedel vertrieben. Die Wahrscheinlichkeit
ist groß, dass sie im Altbestand bis heute überdauert hat,
denn
Birnbäume können weit über 100 Jahre alt werden. Wegen
ihres
unauffälligen Erscheinungsbildes (grünschalige Frucht) ist
die
Sorte bislang nicht identifiziert worden.
Belohnung:
Sachdienliche
Hinweise zur Wiederentdeckung der Lenzener
Burgbirne
bitte an die Telefonnummer 05846 1583.
Der
Hinweisgeber erhält einen Jungbaum dieser Sorte und geht
in
die pomologische Literatur ein.
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